Änderungen zur Verwendung von konventionellem Saat-/Pflanzgut

Für 2014 und nachfolgend sind folgende Arten in Kategorie I eingruppiert: Mais, Zuckerrübe, Gelbsenf, Gurke (Sortengruppe Glas/Folie Schlangengurken) und Schwarzer Rettich. Rote Bete steht ebenfalls grundsätzlich in Kategorie I, ist jedoch aufgrund eines aktuellen Saatgutengpasses bis auf weiteres ausgesetzt, d.h. es können wieder Einzelgenehmigungsanträge gestellt werden.


Weitere Arten, die ab dem genannten Datum in Kategorie I fallen:
- ab 1.10.2014: Buchweizen und Sommerwicke;
- ab 1.11.2014: Einjähriges Weidelgras;
- ab 1.01.2015: Winterroggen;
- für Kartoffeln gilt nach dem 31.01.2015 ebenfalls die Kat. I. Folgende spezielle Rahmenbedingungen für Kartoffeln sind hierbei zu beachten:
a) bis zum 31.01.2015 können noch Ausnahmen gegeben werden, falls die gewünschte Kartoffelsorte ökologisch vermehrt nicht verfügbar ist. Bis zu diesem Termin muss die Kartoffelsorte, für die eine Ausnahme beantragt wurde, auch bestellt worden sein.
b) nach diesem Termin greift die Kat. I, d.h. es dürfen nur noch ökologisch vermehrte Kartoffelsorten bestellt werden.
c) ab dem 1.10.2015 bis zum 31.01.2016 können erneut Ausnahmen gegeben werden, falls die gewünschte Kartoffelsorte ökologisch vermehrt nicht verfügbar ist. Bis zum 31.01.2016 muss die Kartoffelsorte, für die eine Ausnahme gegeben wurde, auch bestellt worden sein. Anschließend gilt erneut die Kat. I für Kartoffeln, d.h. es dürfen nur noch ökologisch vermehrte Kartoffelsorten bestellt werden. In den darauffolgenden Jahren gilt für den Zeitraum 1.10.20xx bis zum 31.01.20xx (bzw. danach) gleichlautend das hier beschriebene spezielle Verfahren für Kartoffeln.
- ab 1.11.2015 Welsches Weidelgras

Die Eingruppierung in Kategorie I bedeutet, dass grundsätzlich keine Genehmigung gemäß Art. 45 (5) der VO (EG) 889/2008 oder Allgemeine Genehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG) Nr. 889/2008 mehr erteilt werden können. Hiervon ausgenommen ist lediglich Saatgut für von der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats gebilligte Zwecke der Forschung, der Untersuchung im Rahmen klein angelegter Feldversuche oder der Sortenerhaltung; die Genehmigung dazu kann nur von der zuständigen Behörde erteilt werden.